Seen und Flüsse in gutem Zustand

Kleinkläranlagen müssen bis spätestens 31. Dezember 2015 dem Stand der Technik entsprechen. Das fordert der Gesetzgeber. Er will damit erreichen, dass sich die Wasserqualität von Seen und Flüssen spürbar verbessert. Das heißt, Grundstücksbesitzer in ländlichen Gebieten müssen sich entweder eine neue vollbiologische Anlage anschaffen oder ihre vorhandene um eine entsprechende Reinigungsstufe erweitern. Letzteres ist allerdings nur möglich, wenn die Anlage baulich intakt ist.

Im Gebiet des Versorgungsverbandes Grimma-Geithain sind rund 5 000 Grundstücke betroffen. Hier wird das Abwasser nach dem Abwasserbeseitigungskonzept auch in Zukunft dezentral entsorgt. Es erfolgt kein Anschluss an eine zentrale kommunale Kläranlage. Der Verband unterstützt auch die Bildung kleinräumiger Gruppenlösungen, die entweder auf privater Basis oder als öffentliche Anlagen betrieben werden können.

Die Untere Wasserbehörde legt im Einzelnen fest, wann welche Orte ihre dezentralen Abwasserbehandlungsanlagen umrüsten oder erneuern müssen. Es gibt im Verbandsgebiet zahlreiche Orte, in denen der Sanierungstermin vorverlegt worden ist. In dem Fall muss der Stand der Technik nicht erst bis Ende 2015 nachgewiesen werden.