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„Das Wasser sucht sich seinen Weg“

Frost stresst vor allem ältere Leitungen / Veolia-Teams haben Wasserverluste im Blick / Schutz für empfindliche Wasserzähler weiterhin wichtig

„Noch halten sich die Schäden in Grenzen“, sagt Fred Voigtländer, Vorarbeiter bei Veolia in Grimma. Das kann sich allerdings mit jeder frostigen Nacht ändern – und später dann mit dem einsetzenden Tauwetter. Der Temperaturwechsel sei besonders problematisch. Deshalb wird die Verbrauchsstatistik vor allem jetzt zu Beginn jeden Arbeitstages besonders aufmerksam analysiert und gezielt nach Wasserverlusten gesucht. Aber: „Beeinflussen können wir das Rohrbruch-Geschehen nicht – egal zu welcher Jahreszeit.“

Rohrbrüche im Winter – keine Seltenheit. Momentan sei das Erdreich etwa spatentief gefroren, sagt Toralf Zörner. Die Trinkwasserleitungen liegen in der Regel deutlich tiefer. „Zurzeit haben wir noch keine Probleme, die Rohrbrüche zu beheben.“ Mit Hilfe moderner Technik funktioniere das vergleichsweise reibungslos. Kein Vergleich zu früher, als man die Erde noch von Hand aufschachten musste, erinnert der für den Frohburger Bereich zuständige Gruppenleiter bei Veolia.

Leitungen unter Stress

Bei Frost zeigen sich Schwachstellen im Leitungsnetz schneller. Ältere Leitungen halten dem Stress weniger stand und geben leichter nach als neue Leitungen. Nicht immer, erläutert Toralf Zörner, seien Rohrbrüche sofort sichtbar – selbst wenn die Hauptleitung betroffen ist. „Das Wasser sucht sich seinen Weg und tritt dort an die Oberfläche, wo der Boden nicht so stark gefroren ist.“

Die Frohburger Veolia-Mitarbeiter mussten in den vergangenen Wochen mehrere Rohrbrüche beheben: in Prießnitz, Nauenhain oder Greifenhain. Anfang Februar dann die  Rohrschaden in Gnandstein und Dolsenhain (Stadt Frohburg). Circa 150 Haushalte mussten eine zeitlang mit wenig Wasserdruck auskommen – oder hatten gar kein Wasser. Die gute Nachricht: Die Schäden konnten jedes Mal relativ zügig behoben werden, sodass die Kunden des Versorgungsverbandes Grimma-Geithain wieder Wasser hatten. Toralf Zörner ist stolz, dass seine Leute „super zusammenarbeiten und sich ergänzen“.

Im Bereich Grimma ist unter anderem Bahren betroffen gewesen. Der gesamte Ort war kurzzeitig  ohne Wasser. Dabei sei lediglich ein Hausanschluss betroffen gewesen, schildert Fred Voigtländer. Aber der Absteller funktionierte nicht. Nach einer halben Stunde sei die Sache erledigt gewesen.

Wasserzähler schützen

Eher selten haben es die Mitarbeiter von Veolia bisher mit zerfrorenen Wasserzählern zu tun. Die empfindlichen Messgeräte sollten – vor allem, wenn sie in Schächten verbaut sind – gut verpackt und damit gegen Frost geschützt werden. Immer wieder beobachtet Fred Voigtländer, dass Kellerfenster auch bei Minusgraden noch angeklappt sind. „Die Leute denken nicht daran.“ Ein kurzer, heftiger Kälteschock – auch durch eiskalten Wind verursacht – könnte schon dazu führen, dass der Zähler zerfriert. Anschließend muss er kostenpflichtig ersetzt werden, weil er beim Auftauen platzt.

Schäden können Veolia unter der kostenfreien Notfall-Nummer rund um die Uhr gemeldet werden: 0800 / 67 56 709.