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Ein 25-Tonnen-Bauwerk für die Haingasse

Colditzer Haingasse diese Woche voraussichtlich temporär gesperrt / Im Zulaufkanal wird ein Absperrschieberschacht platziert / Höhere Sicherheit bei Reparatur- und Wartungsarbeiten

Die Colditzer Haingasse wird in dieser Woche voraussichtlich temporär gesperrt. „Es wird im vorhandenen Zulaufkanal des Abwasserpumpwerks ein Absperrschieberschacht gesetzt“, begründet Jens Glöckner die Beeinträchtigungen.

Wegen der ohnehin beengten Platzverhältnisse in der Straße käme man zumindest vorübergehend um eine Sperrung nicht umhin. Außerdem wird das rund 25 Tonnen schwere Bauwerk mit einem Tieflader geliefert und auf der Baustelle dann mit Hilfe eines Schwerlastkrans im Kanal platziert. Deshalb könne es zu Einschränkungen kommen, bittet Jens Glöckner Anwohner und Passanten um Verständnis. Er arbeitet als Projektleiter bei der Veolia Wasser Deutschland GmbH in Grimma und betreut das Vorhaben in der Haingasse.

Der Zulaufkanal hat an dieser Stelle immerhin einen Durchmesser von über einem Meter. Durch den Absperrschieber können Wartungs- und Reparaturarbeiten künftig sicherer und auch einfach umgesetzt werden, da der ständige Zulauf von Abwasser unterbrochen werden kann – sowohl im Pumpwerk als auch im Regenüberlaufbecken. Von hier aus würde das verdünnte Abwasser, beispielsweise nach einem Starkregenereignis, direkt in die Zwickauer Mulde abgeschlagen werden.

„In diesem Regenüberlaufbecken“, weiß Jens Glöckner, „befinden sich leistungsstarke Pumpen, die das zulaufende Abwasser im Normalfall direkt zur Kläranlage Colditz weiterleiten, wo es gereinigt wird. Treten Störungen auf, müssen die Kollegen die Pumpen teilweise an Ort und Stelle reparieren und zwar manuell. Früher wurde für diese Zeit im Kanal eine sogenannte Absperrblase gesetzt, so dass die Kollegen das Becken überhaupt betreten konnten.“

Wie Jens Glöckner betont, bietet der neue Absperrschieberschacht – die Vorarbeiten, um das Bauteil einsetzen zu können, sind in diesen Tagen erfolgt – eine wesentliche höhere Sicherheit. Die Pumpen würden vor allem dann ausfallen, wenn Fremdstoffe im Abwasser den Betrieb stören. Dazu zählen Hygieneartikel, aber auch Textilien, Putzlappen – „und sehr häufig haben es die Kollegen im Betrieb auch mit Feuchttüchern zu tun“, weiß der Projektleiter aus dem Bereich Investitionen. Sie bilden feste Zöpfe, die sich um die Pumpenräder legen; daraufhin brauchen die Pumpen wesentlich mehr Energie, laufen schwerfälliger und fallen letztlich aus.

Die Kommunale Wasserwerke Grimma-Geithain GmbH, Kooperationsgesellschaft des Versorgungsverbandes Grimma-Geithain mit Veolia, investiert rund 100.000 Euro. Die meisten Arbeiten sollen im Idealfall bis Ende Januar abgeschlossen sein. Allerdings kündigt Jens Glöckner auch an, dass finale Arbeiten in Abhängigkeit der Witterungsverhältnisse erst bis Ende März realisiert werden können.

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