Baustelle unter Vollsperrung ab Ende September / Investition in Höhe von 110.000 Euro / Einschränkungen für Anwohner
Ab Ende September kommt auf die Verkehrsteilnehmer in Colditz eine Großbaustelle in der Sophienstraße zu. Eine Vollsperrung ist hier unumgänglich. Am 9. September trafen sich die am Projekt beteiligten Partner zur Bauanlaufberatung.
Jens Glöckner betreut das Bauvorhaben der Kommunalen Wasserwerke Grimma-Geithain (KWW) als zuständiger Projektleiter beim Betriebsführer Veolia und erläutert: „In der oberen Sophienstraße ist schon vor vielen Jahren eine neue Trinkwasserleitung verlegt worden, weil das Netz hier ausgesprochen alt und entsprechend anfällig ist. Jetzt ist die untere Sophienstraße an der Reihe, sodass die Wasserversorgung für die Anwohner wieder zuverlässig gewährleistet werden kann.“
Kerstin Härtel, Geschäftsführerin des Versorgungsverbandes Grimma-Geithain, kennt einen weiteren Grund, warum man die Sophienstraße noch in diesem Jahr in Angriff nimmt: „Die Stadt Colditz hat vor, 2027 die Nicolaistraße grundhaft auszubauen – und dann müssen die Arbeiten in der Sophienstraße fertig sein, weil sie als Umleitungsstrecke für den innerstädtischen Verkehr dient.“
Es ist geplant, die Baustelle in der unteren Sophienstraße vor Weihnachten abzuschließen. Auf 100 Metern Länge wird die rohrbruchanfällige Trinkwasserleitung ersetzt. Jens Glöckner betont, dass man diese Arbeiten nur erledigen könne, wenn die Straße voll gesperrt ist. Er weiß, dass dies mit Einschränkungen für die Anwohner verbunden sei und bittet um deren Verständnis. Weil man sich in der Altstadt von Colditz befindet, brauche es für die Baumaßnahme außerdem eine denkmalrechtliche Genehmigung der zuständigen Landkreisbehörde für die abschließende Wiederherstellung der Straßenoberfläche.
Alle Beteiligten wissen um den sportlichen Zeitplan von knapp drei Monaten und hoffen, dass man die Baustelle ohne größere witterungsbedingte Einschränkungen bis Weihnachten realisieren kann. Beauftragt wurde die Baugenossenschaft Grimma.
Die KWW investieren in die Erneuerung ihres Trinkwassernetzes, inklusive der Hausanschlüsse zu den Grundstücken, rund 110.000 Euro. Der vorhandene Mischwasserkanal zur Ableitung des anfallenden Schmutz- und Niederschlagswassers bleibt im Übrigen unangetastet, weil hier im Moment kein Handlungsbedarf bestehe, wie Kerstin Härtel versichert.

