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Vollsperrung zwischen Klinga und A14 nötig

Kommunale Wasserwerke Grimma-Geithain investieren 300.000 Euro / Trinkwasserleitung wird ab November erneuert und vergrößert / Erster Abschnitt kurz vor Weihnachten fertig

Mit der Staudnitzstraße in Klinga (Gemeinde Parthenstein) soll ab dem 2. November die Ortsdurchfahrt und damit eine wichtige Verbindung zur Autobahn 14 gesperrt werden – vorausgesetzt, die verkehrsrechtliche Anordnung liegt bis dahin vor. Die Anwohner werden im Vorfeld noch darüber informiert, wann es definitiv losgeht. Am 23. Oktober trafen sich die Beteiligten in Klinga zu ihrer offiziellen Bauanlaufberatung.

Zwischen dem Ortsausgang Klinga und der Auffahrt zur Autobahn 14 lässt die Kommunale Wasserwerke Grimma-Geithain GmbH (KWW) in den kommenden Wochen rund 620 Meter des bestehenden Trinkwassernetzes erneuern und investiert rund 300.000 Euro.

Von der Sperrung betroffen ist der Bereich zwischen den Hausnummern 1 bis 9. Eine mit dem Landkreis Leipzig abgestimmte Umleitungsstrecke wird ausgeschildert. Dennoch dürfte diese Maßnahme die Verkehrsteilnehmer auf eine harte Probe stellen. Deshalb ist für die Arbeiten auch nur ein Zeitfenster von wenigen Wochen vorgesehen.

Auftragnehmer ist die Erdmann Bau GmbH aus Mügeln, die sich  in der Ausschreibung mit dem wirtschaftlichsten Angebot durchgesetzt hatte. Gebaut wird in zwei Abschnitten, sodass ein Teilstück möglichst schnell wieder freigegeben werden kann. Die Straßenoberfläche muss nicht instandgesetzt werden. Aus diesem Grund wird die Trinkwasserleitung unterhalb der Erdoberfläche im Horizontalspülbohrverfahren verlegt. Der Vorteil dabei: Der Asphalt muss nicht aufgebrochen werden; stattdessen werden in circa 50 Metern Abstand Start- und Zielgruben geschaffen, um die Leitung mit Maschinentechnik unterirdisch einziehen zu können. Während der Bereich für Pkw gesperrt sein wird, können Fahrräder die Straße auch während der Arbeiten weiter wie gewohnt nutzen.

Notwendig ist die Maßnahme nicht nur, weil die alte Grauguss-Leitung in die Jahre gekommen ist und für eine stabile Wasserversorgung erneuert werden muss. Vielmehr sei der weiter steigende Trinkwasserbedarf ausschlaggebend, der sich aus bereits erfolgten und angekündigten Ansiedlungen von Gewerbetreibenden auf beiden Seiten der Autobahn ergebe. Deshalb falle die neue Leitung auch etwas größer aus als die bestehende, informiert Kerstin Härtel, die Geschäftsführerin des Versorgungsverbandes Grimma-Geithain (VVGG).

Über einen Wasserlieferungsvertrag zwischen dem VVGG und dem Eigenbetrieb Wasserversorgung der Stadt Naunhof wird über die neue Leitung zudem die Versorgung des Ortsteils Ammelshain gesichert.

Planmäßig soll der erste Bauabschnitt am 18. Dezember 2026  abgeschlossen sein, sodass die Verkehrsteilnehmer über die Staudnitzstraße in Klinga kurz vor Weihnachten wieder freie Fahrt in Richtung Autobahn haben. Der zweite Bauabschnitt wird in Abhängigkeit von der Witterung Anfang 2027 realisiert – dann ohne Beeinträchtigung des fließenden Verkehrs.