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Wasserwerk Prießnitz: Firmen arbeiten unter Hochdruck

Wasserwerk Prießnitz: Firmen arbeiten unter Hochdruck

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Neue Anlage soll im Juli Probebetrieb aufnehmen / Anschließend gehen die alten Wasserwerke in Prießnitz und Frohburg vom Netz

 

 

Der Endspurt lässt noch ein wenig auf sich warten. Augenblicklich sieht am neuen Wasserwerk in Prießnitz (Stadt Frohburg) noch alles nach Großbaustelle aus.

 

In den kommenden Monaten entsteht hier – unmittelbar neben der Altanlage – ein komplett neues, hochmodernes und nahezu automatisch arbeitendes Wasserwerk. Ein Projekt, das sich die Kommunale Wasserwerke Grimma-Geithain GmbH (KWW) rund fünf Millionen Euro kosten lässt. „Wir investieren damit in die Versorgungssicherheit für die Region Frohburg, Bad Lausick, Geithain“, betont KWW- und Verbandsgeschäftsführer Lutz Kunath.

 

Zurzeit, informiert Michael Mönicke von der Veolia Wasser Deutschland GmbH in Grimma, seien die in Los 2 und 3 gebundenen Firmen in Prießnitz beschäftigt. Entscheidend sei jetzt, das Wasserwerk verfahrenstechnisch auszustatten und sämtliche Komponenten miteinander zu verbinden. Außerdem werde gerade intensiv daran gearbeitet, die Elektrotechnische Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik (EMSR) zu installieren.

 

„Wir sind guter Dinge, alles innerhalb unseres Zeitplanes realisieren zu können“, sagt Veolia-Projektleiter Michael Mönicke. Veolia betreut das Projekt im Auftrag des Versorgungsverbandes Grimma-Geithain. Der hatte mit der Fortschreibung seiner Trinkwasserkonzeption vor fast fünf Jahren entschieden, in Prießnitz ein neues Wasserwerk bauen zu lassen und das alte nicht zu sanieren.

 

„Es ist nicht alltäglich, ein altes Wasserwerk durch einen modernen Neubau zu ersetzen“, betont Thomas Sawatzki von der PROWA Ingenieure Dresden GmbH. Die Sanierung der Altsubstanz werde in der Regel bevorzugt, „doch das war hier nicht machbar und wäre außerdem entschieden teurer geworden als der Neubau“, erinnert der Experte des Ingenieurbüros. „Wir sind stolz, dieses Vorhaben von Anfang bis Ende intensiv begleiten zu dürfen.“

 

Im Juli soll die neue Anlage nach jetzigem Plan in den Probebetrieb gehen. „Dann dauert es erfahrungsgemäß noch ein paar Monate, bis sich alles eingespielt hat und wir über das neue Wasserwerk auch die sichere Trinkwasserversorgung für die Kunden des Verbandes  gewährleisten können“, sagt Michael Mönicke. Bis Ende 2019 darf das alte Prießnitzer Wasserwerk noch am Netz bleiben. „Dann ist seine Lebensdauer offiziell abgelaufen“, informiert Falk Heinig, zuständiger Veolia-Gruppenleiter für das Einzugsgebiet Frohburg.

 

Bis Ende 2020 soll das alte Wasserwerk Prießnitz schließlich rückgebaut werden. Ein wenig  Zeit bleibt Falk Heinig also noch, von diesem Stück regionaler Wassergeschichte Abschied zu nehmen. Was auch für die Frohburger Anlage gilt. Mit der offiziellen Inbetriebnahme des neuen Prießnitzer Wasserwerkes geht auch das Wasserwerk in Frohburg vom Netz.