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Zusätzliche Einspeisung für höhere Sicherheit

Kommunale Wasserwerke Grimma-Geithain investieren in Stabilisierung der Wasserversorgung im Gewerbegebiet Grimma-Nord 3 / Ab Anfang Oktober wird gebaut

Mit massiven Einschränkungen müssen Verkehrsteilnehmer ab Frühjahr 2027 rechnen, wenn die viel befahrene Bundesstraße 107 in Hohnstädt teilweise gesperrt wird. Das Ziel: eine Optimierung der Wasserversorgung im Gewerbegebiet Grimma-Nord 3. Die Maßnahme der Kommunalen Wasserwerke Grimma-Geithain (KWW) ist in zwei Bauabschnitte aufgeteilt. Der erste soll ab Anfang Oktober umgesetzt werden. Am 30. September treffen sich alle Beteiligten zur Bauanlaufberatung.

Im ersten Bauabschnitt wird voraussichtlich bis Ende November zunächst eine zusätzliche Querung unter der Autobahn 14 geschaffen. Damit soll die Wasserversorgung im Gewerbegebiet stabilisiert werden. Die einzige bestehende Versorgungsleitung gilt als „relativ störanfällig“, wie Jens Glöckner sagt. Er ist Projektleiter in der Investabteilung bei Veolia in Grimma und betreut das Bauvorhaben. „Die Leitung ist alt und besteht noch aus Asbestzement – ein Material, das früher sehr viel eingesetzt wurde, heute aber gar nicht mehr verbaut werden darf. Sollte die Leitung kaputt gehen, hat das gesamte Gewerbegebiet kein Wasser.“ Umso wichtiger, dass das Projekt zeitnah umgesetzt werden kann, um nicht zuletzt die gewerblichen Kunden des Versorgungsverbandes Grimma-Geithain zuverlässig versorgen zu können.

Die Bautätigkeit konzentriert sich anfangs auf den Bereich Am Hengstberg und die Unterquerung der Autobahn. „Die neue Leitung besteht aus Polyethylen mit einem Durchmesser von 140 Millimetern und wird für eine noch höhere Absicherung im Schutzrohr verlegt. Es liegen alle Genehmigungen der Behörden vor“, informiert Jens Glöckner. Die Aqua-Service Rohrleitungsbau GmbH aus Liebschützberg hat für das wirtschaftlichste Angebot den Zuschlag erhalten und wird die Maßnahme umsetzen. Die KWW investieren insgesamt rund 550.000 Euro.

2027 wird dann die Wurzener Straße/B 107 auf der anderen Seite der Autobahn zur Baustelle. Voraussichtlich ab Mitte März soll die Trinkwasserleitung zwischen dem Kreisverkehr am OBI-Baumarkt und der Autobahn-Zufahrt erneuert werden. Und nicht nur das: Um dem gestiegenen Bedarf Rechnung zu tragen, wird sie auch in ihrer Dimension vergrößert – von 15 auf 20 Zentimeter Durchmesser. Bis Pfingsten könnte die Straße wieder befahrbar sein. Um die halbseitige Sperrung der Bundesstraße, betont Jens Glöckner, werde man nicht umhinkommen – wohlwissend, dass das zu einer Geduldsprobe für alle Verkehrsteilnehmer werden dürfte. Eine Umleitung wird ausgeschildert.